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Blog SlowSnow Olympiade 2020

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Schneeschuhwanderung auf den hohen Kranzberg

Schneeschuhwanderung-Kranzberg-18

Heute erwartet uns eine ganz besondere Schneeschuhwanderung auf den hohen Kranzberg. Abseits der bekannten Pfade führt uns unser Bergführer Stefan Adam zu den schönsten Fotospots.

Guten Morgen ihr Lieben, 

nach unserem gestrigen Hüttenabend im Berggasthaus Gletscherschliff wachen wir gut erholt in unserer Pension Gästehaus Isartal auf und freuen uns auf unser Frühstück. Unsere Gastgeber empfangen uns herzlich im liebevoll gestalteten Frühstücksraum und das Buffet lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. 

Frisch gestärkt geht es für uns nach dem Frühstück nach Mittenwald, wo wir bei frostigen -10 Grad von Manuel von der Alpenwelt Karwendel in Empfang genommen werden. Er führt uns ins Gries, dem ältesten Stadtteil Mittenwalds und erzählt uns vieles zum Thema Lüftlmalerei. Im Gries angekommen, übergibt er uns an unseren heutigen Bergführer Stefan Adam von der Bergschule Alpenwelt Karwendel. Stefan heißt uns herzlich Willkommen und erinnert uns im ersten Moment direkt an den Alm-Öhi ;-) Sein langer grauer Bart ist sein Markenzeichen und seine liebevolle Art rundet die Type noch ab, wir fühlen uns sofort gut aufgehoben. Während Manuel sich wieder von uns verabschiedet, übergibt Stefan uns die Schneeschuhe für die heutige Tour und passt diese auf den jeweiligen Fuß an. Wenige Meter später sind wir auf dem Weg und verlassen Mittenwald in Richtung Kranzberg.

Auf geht´s

 Über einen steilen Fußweg geht es für uns die ersten Höhenmeter hinauf und als wir das Feld erreichen, schnallen wir unsere Schneeschuhe an und Stefan gibt uns direkt die ersten Tipps zum Thema gehen. Er zeigt uns auch wie man die Stöcke richtig nutzt. Man sollte stets von unten in die Schlaufe fahren um zu vermeiden, dass der Daumen sich verhädert und man sich verletzt. Nachdem wir die Grundlagen kennen, geht es für uns los, jedoch... Weit kommen wir nicht.

Schon bald erblicken wir das erste Fotomotiv.
Die verschneiten Heuhütten ziehen uns direkt in ihren Bann.
Unser Bergführer Stefan lässt uns alle Zeit der Welt und erklärt uns einiges über die ursprüngliche Bauweise der Hütten.

Auch die kleinen Spuren im Schnee bleiben nicht unbeobachtet und Stefan klärt uns auf, welche vom Hasen und welche vom Fuchs stammen. Schnell wird uns klar, unser Alm-Öhi ist in den Bergen daheim und er liebt sein Leben und seine Leidenschaft. Quer durch den Neuschnee geht es für uns weiter und wir bekommen viele Infos über die umliegenden Berge und deren Geologie. 

Für uns geht es in den Wald hinein...
.. und Stefan erklärt uns, dass die abgefressenen Tannenzapfen auf den Fressplaz der Eichhörnchen hindeuten.

 Immer wieder bleiben wir stehen und bekommen neue Infos über seine Berge. Unter einem riesigen Schneehaufen verbirgt sich der Kratzstein, ein Findling, welcher von den abschmelzenden Gletschern, hier abgelagert wurde. Die Tour, welche wir heute mit ihm gehen, hat er erst vor wenigen Tagen selbst gespurt und wirkt wie ein Lehrpfad auf uns.

An einem steilen Hang erklärt uns unser Bergführer was die Schneeschuhe alles können und wie man sie in unwegsamen Terrain einsetzt.

​Jetzt geht es für uns den steilen Hang hinauf. Klar, es ist anstrengend und schweißtreibend aber die Tipps erleichtern uns den Aufstieg um einiges. So rät er uns auch davon ab, die Steighilfen zu benutzen, so hat der Schneeschuh die Möglichkeit sich über die ganze Länge in den Schnee zu krallen. Als wir oben ankommen, heißt es für uns erstmal durchschnaufen.

Je höher wir kommen desto lichter wird der Wald.
Was für eine traumhafte Aussicht
Auch unsere Tour bietet immer wieder spektakuläre Blickwinkel.

 Spätestens jetzt ist die Tour der reinste Genuss. Wir wandern durch den sonnigen Wald und genießen den Blick auf die tief verschneiten Gipfel des Karwendelgebirges. 

Noch einmal geht es für uns steil den Hang hinauf.
Die Aussicht wird dabei immer schöner.
Stefan ist schon fast oben angekommen.

 Jetzt heißt es erstmal kurz durchschnaufen und die Aussicht genießen. Der Blick hat sich geöffnet und wir können unserer Fotolust freien lauf lassen.

Gekonnt führt uns unser Alm-Öhi von einem Motiv zum nächsten.
Dazu braucht es keine Beschreibung #Bergliebe
Bergführer Stefan Adam von der Bergschule Alpenwelt Karwendel

Am Horizont erblicken wir bereits den Gipfel des hohen Kranzberges, dieser liegt eigentlich nur noch 20 Minuten von uns entfernt aber leider wartet auf uns am Nachmittag bereits unser nächster Termin. Also heißt es jetzt für uns langsam absteigen? Langsam? Da kennt ihr Stefan nicht... ;-) Beim ersten kleinen Hang gibt er Gummi und rennt mit seinen Schneeschuhen durch den Neuschnee. Jetzt beginnt die Gaudi erst so richtig. Klar, dass wir ihm folgen. 

Natürlich gibt es auf dem Weg noch weitere wahnsinnige Motive.

Wir folgen dem Weg noch einige Meter bergab bis wir einen kleinen Steilhang erreichen. Was? Da sollen wir jetzt runter? "Klar" erwidert er. Wir bekommen noch einige nützliche Hinweise und dann schallt es nur noch: "Lass krachen" ;-) Mit seinen Schneeschuhen stürmt er dann wir ein Irrer ;-) den Berg hinunter und der Schnee stiebt nur noch so auf. Wir trauen unseren Augen nicht aber schon wenige Augenblicke später heißt es für uns Vollgas und Opi Gallopi, nichts wie runter da... Das Grinsen steht uns allen im Gesicht als wir unten ankommen und unseren Weg zur Liftstation fortsetzen. Da angekommen, tauschen wir die Schneeschuhe mit 5 Schlitten. Oh je... Das ist ja schon ewig her aber nach wenigen Metern haben wir den Dreh wieder raus und die Kufen driften durch die bestens präparierte Piste. Der Schnee stiebt nur so und immer wieder gibt es kleine Rennen zwischen uns 5. Da die Rodelbahn für Fußgänger gesperrt ist, können wir uns hier voll und ganz austoben und als wir unten ankommen, bekommt keiner von uns das Lachen mehr aus dem Gesicht. Was für eine Mordsgaudi! Am liebsten würden wir direkt nochmal fahren aber wir müssen weiter... 

Am Lift, welche in der Nähe des Haus St. Anton steht, tauschen wir die Schneeschuhe gehen Rodel.

Wieder zurück im Gries heißt es leider Abschied nehmen. Leider können wir nicht mehr als Danke sagen. Der Tag mit unserem Bergführer war einfach nur überwältigend. Neben einer tollen Extratour bekamen wir viel Wissenswertes über seine Berge beigebracht und der Spaß... Ihr habt es selbst gelesen. Wenn auch ihr diesen Spaß einmal erleben wollt, schaut doch einfach mal auf der Homepage der Bergschule Alpenwelt Karwendel vorbei. Vielleicht findet ihr ja da die passende Tour für euch.

Winterwanderung an der Isar in Krün

 Eigentlich sollte es für uns jetzt zum Schnitzkurs gehen. Dieser wurde aber leider spontan auf morgen verschoben. Klar, in der Pension wollen wir nicht bleiben. Also machen wir uns auf dem Weg zur Isar um da einfach ein bisschen spazieren zu gehen. Da angekommen, treffen wir auf den Isar-Natur-Erlebnisweg. Auch wenn es in den Tagen kräftig geschneit hat und ca. 80cm Schnee liegen, ist der Weg besser geräumt als die Straßen in München. In den hohen Schnee wurde ein 1-2 Meter breiter Weg gefrässt und es lässt sich ganz gemütlich dahinwandern. 

Am Wegesrand befinden sich immer wieder liebevoll gestaltete Lehrtafeln.
Gemütlich wandern wir am Isarstausee entlang.
Selbstverständlich finden sich auch hier einige frostige Motive für den Fotofreund.
Der Blick von der Isarbrücke in Krün in die Alpenwelt Karwendel

Wir haben unseren Spaziergang genossen und noch einiges Wissenswertes aufgeschnappt. Wer sich still und leiser verhält,  erblickt vielleicht auch die eine oder andere Gams unterwegs. 

Abendessen in der Steirer Stub´n in Krün

 Nach so einem erlebnisreichen Tag knurrt einem ordentlich der Magen und freuen wir uns bereits schon am Nachmittag auf das Abendbrot. Die Alpenwelt Karwendel hat für uns einen Platz in der Steirer Stub´n in Krün reserviert und pünktlich um 19:00 Uhr betreten wir das Lokal. Wir werden freundlich Willkommen geheißen und zu unserem Tisch geleitet. Das Lokal ist urig eingerichtet und mit allerlei Indoorlüftlmalerei gestaltet.

An der Wand warten viele liebevoll gestaltete Motive.
Die Steirer Stub´n in Krün ist liebevoll eingerichtet.

​Die Bedienung ist herzlich und hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Wenig später stehen die ersten Getränke auf dem Tisch und die Speisekarte verspricht allerlei einheimische Schmankerl. Als der Flößer Spieß und der Grillteller serviert werden, fallen uns die Augen aus dem Kopf und wir sind uns sicher, dass unser Hunger garantiert gestillt wird. ;-)

auf geht´s Buam!

Wir sind mehr als satt geworden und das Essen können wir wirklich empfehlen. Gerade wer Fleisch mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Wir bekommen noch einen Schnaps zur Verdauung und nach einigen netten Gesprächen bedanken wir uns und machen uns auf den Weg in unsere Pension wo wir uns wenig später einem ausgiebigen Verdauungsschläfchen widmen.

Also, gute Nacht und bis morgen, Anett & Maik www.Bergpixel.de

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