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Tipps für den sanften Wintersport

Winterwandern und Schneeschuhtouren: Gewusst wie mit dem richtigen Paar Stöcke

Wer ist der Richtige? Und was ist die richtige Stocklänge für eine Winterwanderung? Für Best of Winter sprach Caroline Opp mit Saskia Stock, der Marketing-Direktorin von Black Diamond Europa, im Interview rund um das Thema Stöcke.

Best of Winter: Von Wanderungen mit Freunden kenne ich den ein oder anderen „Stockmuffel" – Leute, die der Meinung sind, dass Wanderstöcke eher stören als helfen. Was sagen Sie den Skeptikern, was sind die Vorteile von Wanderstöcken?

Saskia Stock: Beim Gehen mit Stöcken setzt man zusätzlich zu den Beinen die Rumpf- und Armmuskulatur ein. Es bringt also einen zusätzlichen Trainingseffekt. Zudem werden vor allem beim bergab gehen die Gelenke der unteren Extremitäten, z.B. der Knie, entlastet, da das Gewicht durch die Arme und den Rumpf teilweise abgefangen wird.

Best of Winter: Was ist die richtige Stocklänge für eine Winterwanderung (auf geräumten Wegen)?

Saskia Stock: Bei zu 90 Grad angewinkelten Armen sollte der Stock von den Händen gerade bis zum Boden gehen. Manche mögen es auch etwas länger oder kürzer, darum sagen wir „90 Grad Armbeuge plus/minus 10 Grad, je nach Wohlbefinden".

Best of Winter: Was ist die richtige Stocklänge für eine Winterwanderung querfeldein (Schneeschuhtour)?

Saskia Stock: Da der Stock im Tiefschnee bis zum Teller oder auch tiefer einsinkt, muss die Stocklänge etwas länger gewählt werden. Beim Kauf oder Einstellen sollte der Stock umgedreht und dann unterhalb des Tellers gegriffen werden. Dann gelten dieselben Kriterien wie beim „normalen" Wandern (90 Grad plus/minus 10 Grad).

Best of Winter: Wo setze ich den Stock richtig beim Auf- und Abwärtsgehen bzw. beim gerade ausgehen?

Saskia Stock: Beim aufwärts gehen sollte der Stock im Bereich vor den Füßen gesetzt werden, damit man sich daran „hochziehen" kann. Wenn man einen Absatz überwinden muss, kann man auch beide Stöcke nebeneinander, oberhalb der Füße (auf den Absatz), setzen. Beim abwärts gehen kann man ein Teilgewicht über die Arme/Stöcke abdämpfen und somit die Knie schonen. Je nach Gefälle variiert die Distanz zum Fuß. Eine genaue Distanz kann man in beiden Fällen nicht nennen, wichtig ist, dass der „Hochzieh-" und der „Abdämpfeffekt" gegeben sind. In der Ebene kann man die Stöcke aktiv einsetzen oder aber auch in der Mitte greifen und die Stöcke horizontal zum Boden mitführen: So wird das Gleichgewicht geschult.

Best of Winter: Worauf sollte ich beim Stockkauf achten – Material, Gewicht, Griff, Teller?

Saskia Stock: Man sollte darauf achten, für welche Jahreszeit der Stock geeignet ist. Am vielseitigsten ist ein Stock mit austauschbaren Tellern. Auch ist es empfehlenswert, wenn der Stock höhenverstellbar ist, so kann man ihn an unterschiedliches Terrain anpassen. Last but not least sollte man auf das Gewicht achten: je leichter, desto angenehmer. Er sollte jedoch dem Körpergewicht entsprechend gekauft werden. Ein sehr leichter Carbonstock beispielsweise kann bei starker Beanspruchung auch brechen, insbesondere, wenn er wenige Schichten hat.

Best of Winter: Wie viel Budget sollte ich für einen guten Winterwanderstock einplanen?

Saskia Stock: Ein guter Stock für diese Einsatzgebiete kostet ca. 70 bis 120 Euro.

Best of Winter: Kann ich meinen Winterstock auch für andere Aktivitäten einsetzen? Zum Beispiel fürs Wandern im Sommer? Oder für eine Skitour?

Saskia Stock: Ja, wie gesagt: Wenn der Stock höhenverstellbar ist und austauschbare Teller hat, sollte das kein Problem sein. Generell ist wichtig, dass man immer mal wieder kurze Strecken ohne Stock laufen sollte, das schult das Gleichgewicht. Die Stöcke kann man dabei parallel zum Boden führen oder in den Rucksack packen. Teleskopstöcke lassen sich heute sehr gut auf eine kurze Länge zusammenschieben und verpacken.

Weitere Infos gibt es in Internet auf www.blackdiamondequipment.com/de-de

 

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