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Tag 5 - Sonne, Schnee und Eis

Grossarltal--AlexKijak-22
Was für ein Tag! Auf dem Programm stand eine mittelschwere Skitour auf das Kieserl und anschließend noch Eisklettern, beides mit dem Bergführer Peter Gamsjäger (wir haben gefragt, es ist kein Künstlername) vom Verein Berg-Gesund. Und so gut wie sich das Programm anhört, war es auch, oder sogar noch besser! Der Tag begann mit Kaiserwetter, wir trafen uns um 9 Uhr in Großarl am Parkplatz der Bergbahn mit unserem Guide und der neunköpfigen Gruppe und starteten nach einer kurzen Fahrt mit dem Auto unsere geführte Skitour.
Die Karawane zieht los.
Immer schön Abstand halten! Sicher ist sicher.

Wie gesagt, das Wetter war top und so kamen wir beim sonnigen Aufstieg schnell ins Schwitzen. Einige Passagen führte auch durch schattigere Stellen im Wald. Insgesamt war der Aufstieg relativ entspannt und die Gruppe passte vom Tempo gut zusammen. Wir legten zwei kleinere Pausen ein und erreichten unser Tagesziel, das Kieserl auf 1952 Metern, gegen Mittag. Auch wenn es dort oben ziemlich windete, genossen wir die Pause in der Sonne und vor allem die grandiose Aussicht. Und was macht eine solche Aussicht noch besser? Wenn man erklärt bekommt, welche Gipfel man da sieht. Peter machte das kurz im 360 Grad Rundumschlag und wusste jeden Gipfel beim Namen zu nennen. Wir schauten also zum Beispiel Richtung Kitzbühler Alpen, auf den Gosauer Kamm, konnten den Dachstein sehen, außerdem noch den Großglockner, den Hochkönig und viele mehr. Ein tolles Highlight!

Tolles Panorama ringsherum.
Peter Gamsjäger bei der Arbeit: "Do gohts auffi!"
Kleine 360-Grad-Gipfelkunde auf dem Kieserl.
Im Bild: der Großglockner und andere Gipfel.

Weiter ging es mit der Abfahrt. Die Verhältnisse stellten sich als ziemlich gut heraus und der Schnee machte Spaß bei der Abfahrt. Peter fuhr voraus und zeigte eindrucksvoll, wie das auszusehen hat, wenn man im Tiefschnee Ski fährt. Die Gruppe folgte nach und nach, im unteren Teil sind wir dann auf die Skipiste ausgewichen. Unten an der Talstation angekommen, gönnten wir uns in der Runde noch ein Weißbier, konnten uns mit den anderen unterhalten und mit Peter das weitere Vorgehen bezüglich des Eiskletterms besprechen.

Runter gehts.
Peter Gamsjäger, auch bei der Arbeit.
Spaßige Schwünge durch den Tiefschnee.

Nach der Pause ging es für uns zwei dann mit Peter in seinem Auto nur ein kurzes Stück weg von der Talstation, auf der selben Talseite gibt es nämlich einen künstlich erzeugten vereisten Wasserfall, der sich für erste Eiskletterversuche perfekt eignet. Noch am Auto zogen wir die klobigen Schuhe mit Steigeisen an und mit dem ganzen restlichen Material ging es dann die wenigen hundert Meter hoch an den Fels, der mit einem dicken Eispanzer bedeckt war. Während wir damit beschäftigt waren, uns am Boden mit dem neuen Element vertraut zu machen und die Pickel ins Eis schlugen, um die Bewegung zu verinnerlichen, richtete Peter von oben am Fels ein Toprope ein, sodass wir anschließend gesichert klettern konnten. Peter sicherte uns und wir machten uns abwechselnd an die spannende Herausforderung. Unglaublich, wie gut so ein Pickel im Eis halten kann, wie schwer es manchmal ist, die Füße mit den Steigeisen fest im Eis zu positionieren und wie brüchig das Eis sich manchmal zeigt, sodass man Eisspritzer mit dem Pickel erzeugt, wenn das Eis zerbirst. 

Super cool, dass wir diesen Sport, den wir schon lange mal testen wollten, heute ausprobieren konnten. Wenn wir mal wieder die Möglichkeit bekommen, wagen wir uns gerne wieder ins Eis! Das war dann auch der letzte Programmpunkt des aktiven Tages und es ging zurück ins Hotel, zum Kontrastprogramm. 

In dem wunderschön gestalteten Zirben-Spa genossen wir die Regenwasserdusche, die wohltuende Zirbensauna und entspannten im großzügigen Ruheraum. Tiefenentspannt ging es anschließend zum Abendessen, das heute asiatische Speisen bot. Ein großartiger Tag ging zu Ende und wir gehen voller Vorfreude auf eine weitere Skitour morgen müde ins Bett.

Dieser Weg wird kein leichter sein.
Hält's oder hält's nicht?
Was nicht mit Gewalt geht, geht mit viel Gewalt.
Runter kommt man immer. Hat echt sehr viel Spaß gemacht.
Steinadlersichtung!
Der Lechtal-Wanderweg von Forchau nach Stanzach

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