Samstag, 28.02.2026
Wer sich auf eine Tour in die Berge vorbereitet, sollte nicht nur an Ausrüstung denken, sondern auch an den perfekten Start in den Tag.
Bei Andrea in der Hofer Stubn bekommen wir Schwestern heute genau das – ein Frühstück, das munter macht, stärkt und Lust auf Gipfel weckt. Draußen noch die klare Bergluft, drinnen Wärme und der Duft von frischem Kaffee und Semmeln.
Genau der richtige Ort, um Körper und Geist für die anstehende Schneeschuhwanderung die laut Guide Paul, „gleich in die Höhe geht!" startklar zu machen.
Schneeschuhwanderung zweiter Teil mit Guide Paul
Treffpunkt ist die Talstation der Kellerjochbahn in Schwaz auf 860 Metern Seehöhe. Während sich Nebelschwaden langsam aus dem Inntal heben, begrüßt Paul uns mit einem verschmitzten Lächeln: „Heute bekommt ihr die Silberregion von ihrer schönsten Seite zu sehen, aber es geht gleich steil hinauf!".
Nach einer kurzen vertiefenden Einweisung in Technik und Sicherheit der Schneeschuhe, schnallen wir Mädels uns die Schuhe unter – und schon beginnt das rhythmische Stapfen durch den morgentlich noch vereisten Schnee.
Anfangs am Rande der Skipiste entlang, die herausfordernd steil daherkommt, später abseits der Pisten unter dem Skilift her, mit wunderschönem Weitblick ins sonnige Tal.
Mit zunehmender Höhe öffnet sich der Blick ins Inntal und hinüber zu den Tuxer Alpen. Nach einem stetigen Anstieg – rund 1.000 Höhenmeter vom Tal aus – erreichen wir das Gebiet rund um die Hecherhütte auf 1.887 Metern.
Gipfelkreuz Abeserkogel
Der finale Anstieg zum Arbeserkogel (2.026 m) ist sehr anstrengend und fordert uns Flachlandtiroler ganz schön heraus.
Und dann erscheint das Gipfelkreuz und wir erblicken am Arbeserkogel einen überwältigenden 360°- Panoramablick in die Tuxer Alpen, hinunter in das Inntal und rüber in das Karwendelgebirge.
Anja strahlt: „Dafür hat sich jeder Schritt gelohnt!"
Maike umarmt ihre Schwester – Gipfelmomente sind eben etwas Besonderes.
Der Einkehrschwung in der Hecherhütte auf 1887 Metern mit der schönen Sonnenterrasse ist grandios und wir stärken uns bei leckeren Tiroler Spezialitäten und kühlen Getränken.
Nach der anspruchsvollen, herrlichen und abwechslungsreichen Schneeschuhwanderung zum Gipfelkreuz ist für Anja und Maike ja eigentlich der sportliche Teil des Tages absolviert!
Spoiler: Falsch gedacht!
Denn unten an der Bergstation der Kellerjochbahn wartet schon das nächste Abenteuer für die Sisters: die hervorragend präparierte, zertifizierte Naturrodelpiste bis zur Talstation.
Mehrere Kilometer pures Winterglück!
Oder Wahnsinn. Je nach Perspektive. Theorie, Trockenübungen – und dann Vollgas!
Bevor es ernst wird, nimmt uns Guide Paul – von Maike und Anja zum österreichischen „Weltklasserodler" gekrönt – wieder unter seine Fittiche. Fachkundig erklärte er Bremstechnik, Kurvenfahren und die Kunst, dabei halbwegs elegant auszusehen.
„Gewicht verlagern!"
„Beine einsetzen!"
„Nicht verkrampfen!"
Nach ein paar Trockenübungen im Schnee – begleitet von Gelächter und ersten Schneestaub-Fontänen – fühlen sich Anja und Maike bereit. Mehr oder weniger. Anfangs harmlos … dann Adrenalin pur!
Die ersten Meter? Ganz entspannt. Fast gemütlich.
Doch dann: Tempoaufnahme. Kurven. Noch mehr Tempo. Und plötzlich dieses Kribbeln im Bauch.
Mit Adrenalin im Blut schießen wir die Piste hinunter. Der Fahrtwind im Gesicht, das Knirschen der Kufen, das Jauchzen zwischen den Kurven – und siehe da: Das Kurvenfahren klappt mit dem österreichischen Edelschlitten schon verdammt gut!
Aus vorsichtigem Bremsen wird mutiges Steuern. Aus kontrollierter Fahrt wird echter Flow.
Diese Mischung aus Geschwindigkeit, Technik und Fun – einfach unschlagbar.
Schnee im Gesicht, Herzklopfen im Ohr – dann abbremsen unten ankommen!
Diese Rodelabfahrt ist nicht nur eine Gaudi – sie ist die perfekte Ergänzung zur stillen Kraft der Schneeschuhwanderung. Eine andere, wunderbare wilde Form des Schnee-Erlebens.
Fazit des Tages:
Mehr davon! Viel mehr!
Später ein perfekter Tagesabschluss nach einem wilden Schneetag: im wunderbar warmen Schwimmbad der „Hofer Stubn". Die müden Knochen revitalisieren und anschließend ein leckeres Abendessen genießen.
Ein großes Lob nochmals an unsere tolle Gastgeberin Andrea und ihr engagiertes Team!
Danke Paul für die Zeit mit dir beim aktiven Winterboostern im Schnee.
Schade, dass heute schon unsere letzte Nacht in den Bergen ist und wir morgen wieder nach Hause müssen. Aber eins steht fest:
Wir werden auf jeden Fall bald wiederkommen!
Vielen superherzlichen Dank an alle, die uns diesen unvergesslichen Aufenthalt in der wunderschönen Silberregion Karwendel ermöglicht haben!
Ganz besonders an Sabrina Veider (Tourismusverband Silberregion Karwendel) und Verena Weiße (Redakteurin Markeninhaberin Best of Wandern/Best of Winter).
Das Schneebooster-Wochenende hat gezeigt:
Winter kann beides – ruhig und meditativ - aber auch rasant mit Adrenalin im Blut!
Das Schneeboosterwochenende lässt uns voller Energie und motiviert in die neue Woche starten.
Das Tester-Schwesterteam Maike Pott und Anja Lindner aus Osnabrück