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Tag 6 - In den Bergen zu Hause

An unserem letzten kompletten Tag im Großarltal stand nochmal eine geführte Skitour auf dem Programm, diesmal nur zu dritt. Wir zwei und Sepp. 
Sepp Inhöger ist Bergführer. Und was für Einer! Eigentlich müsste man seinen Namen schon einmal gehört haben: über hundert Erstbegehungen, vier Achttausenderbesteigungen, die Nose am El Capitan mit 34 Seillängen in zwei Tagen geklettert und dann bringt er auch noch regelmäßig Gäste auf den Mont Blanc oder das Matterhorn oder, wie im nächsten Jahr geplant, auf den Cerro Torre in Patagonien.​ 
Nicht genug, geht Sepp noch regelmäßig auf Skitour, leitet das Schnupper-Eisklettern von Berg Gesund und klettert regelmäßig gefrorene Wasserfälle hinauf. Warum man seinem Namen wahrscheinlich trotzdem nicht kennt, hängt mit Sepps Wesen zusammen. Wir lernten ihn heute als bescheidenen und bodenständigen Menschen kennen, der es schlicht und einfach liebt, draußen in den Bergen der Welt aktiv unterwegs zu sein!

Sepp Inhöger hatte dreihundert Meter unterhalb des Gipfels des Mount Everest noch genug Sauerstoff im Kopf, um umzudrehen. Wäre er weiter gegangen, wären ihm die Zehen abgefroren.

Sepp holte uns um 9 Uhr am Hotel ab, von hier aus fuhren wir raus aus Großarl und parkten wenige Fahrminuten später auf einem großen Parkplatz, von dem die Loosbühelalm angesteuert werden kann. Für uns ging es erstmal nicht direkt zur Loosbühelalm, sondern hinein in das Tal am Bach entlang in Richtung Filzmoosalm. Der Weg für die Tourengeher war abwechslungsreich und führte sowohl über offene Flächen als auch durch dichten Lärchenwald. An der Alm angekommen, legten wir eine kurze Trinkpause ein, unser Ziel, das Filzmooshörndl hatten wir schon gut im Blick. Von der Hütte aus verlief die Tour dann in einem Bogen hinter einem Bergrücken vorbei und schließlich hoch Richtung Kamm des Gipfels. Die letzten paar Hundert Meter der Tour genosssen wir schon ein grandioses Panorama, die Berge der Hohen Tauern und einige weitere Gipfel mehr fest im Blick. Obwohl der Tag weniger sonnig als der gestrige war, fesselte uns das Bergpanorama.

Landschaften wie aus dem Bilderbuch
So licht sieht ein Lärchenwald im Winter aus.
Unterwegs Richtung Kamm.
Kleine Gipfelkunde kurz vor dem Gipfel.
Die letzten Meter auf das Filzmooshörndl.

Am Gipfel auf 2189 Metern angekommen, schossen wir noch ein paar obligatorische Gipfelbeweisfotos, dann zogen wir die Felle von den Skiern und genossen eine Abfahrt in feinstem Schnee bis hinunter zur Filzmoosalm. Nach einer kleinen Pause ging es von dort wieder hinauf, denn der Tag war noch jung, die Kräfte noch groß und die Vorfreude auf eine weitere Abfahrt ebenfalls. Wir gingen eine knappe Stunde hoch auf den Loosbühel. Der Aufstieg war erneut malerisch, zunächst führte die Spur wieder durch den Wald und oben auf der freien Fläche angekommen, bewunderten wir die wundervoll knorrigen Zirben, die hier und da auszumachen waren. Auf dem Loosbühel auf 1984m angekommen, wehte ein kräftiger Wind, sodass wir uns wieder schnell bereit für die Abfahrt machten. Diese führte uns über tolle Hänge hinunter bis zur Loosbühelalm, einer erst wenige Jahre alte Almhütte, die es gut verstand, Moderne und Authentizität zu verbinden. In der Hütte gönnten wir uns ein Weißbier und plauderten mit Sepp über seine spannenden Abenteuer. Da hätten wir noch Stunden zuhören können! Allerdings wartete noch eine letzte Abfahrt und die Abendsonne lockte uns nach draußen. Von der Alm hinab führte zum einen ein gespurten Weg, der auch mit Schlitten befahren werden kann, als auch verschiedene Hänge mit teils Tiefschnee, teils festem verfahrenen Schnee. Wir entschieden uns für eine Variante und fuhren teils über die Hänge, teils auf der gespurten Straße hinab bis zum Auto. Eine wunderschöne Tour mit ingesamt ca. 1250 Höhenmetern, mit tollen Ausblicken und schönen Abfahrten ging hier zu Ende. Danke an Sepp für dieses Erlebnis!

Berg Heil!
Sepp zeigt uns wieder, wie Skifahren geht.
Panoramaabfahrt bei tollen Schneeverhältnissen.
Aufstieg die Zweite.
Powderabfahrt zur Loosbühelalm.
Manche Bildunterschriften schreiben sich selbst.

Unser letzter Abend im Hotel verlief super entspannt. Nach der Sauna ließen wir uns ein letztes Mal das umfangreiche Abendessen schmecken, das den krönenden Abschluss eines rundum gelungenen Tages darstellte. Ein kleines Abenteuer wartet morgen noch auf uns, bevor wir die Heimreise antreten.

Das wohlverdiente Abendessen. Übrigens sehr lecker.
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