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​Das Bergsteigerdorf Mallnitz in Kärnten steht Synonym für weitestgehend unberührte Berglandschaften, kleine Skigebiete und eine Tauernschleuse für Autos. Genau davon sollen wir uns in den nächsten drei Tagen überzeugen, wobei wir bereits am Tag der Anreise einen ersten Eindruck davon erhalten haben, was uns hier alles geboten wird. Eindrücke, die uns Daniela Gigach vom Tourismusverband Mallniz im Rahmen des Kennenlerngesprächs am gestrigen Abend noch einmal umfassend vorgestellt hatte. Es folgte ein angeregtes Gespräch über den Sinn des sanften Tourismus und die vergangenen Wochen im "Schneechaos". Denn auch Mallnitz blieb nicht verschont von einem tragischen Lawinenunfall.

Mit ein Grund, weshalb uns die geplante Skitour mit Hotellier, Berg- und Skiführer Klaus Alber hinauf zur Hagener Hütte hinauf führte, da diese als relativ lawinensicher gilt. So ging es nach einem kleinen Kaffee bei Wolligger Sports erst einmal ins Skitouren-Taxi und dann hinein ins Tauern-Tal bis kurz überhalb der Jausenstation Stockerhütte. Von dort aus ging es über die Jamnig-Alm und das breite Becken rund um das Tauernkreuz über rund 900 Höhenmeter hinauf bis zu unserem Ziel. Die mit einem kleinen Eispanzer überzogene DAV-Schutzhütte bietet bei schönem Wetter einen gigantischen Blick hinunter nach Bad Gastein und das Salzburger Land. 

Hier wurde abgefellt und nach einem kurzen Schneeprofil inkl. Belastungstest grünes Licht für die Abfahrt durch den Taurernbachgraben gegeben. Stark windverpresst und teils mit wunderbarstem Powder aufgefüllt, schossen wir zurück in Richtung Tal, nicht ohne den ein oder anderen Juchzer von uns zu geben. Nur die flache Passage hinüber zur Jamnig-Alm zollte ihren Tribut, können wir als Splitboarder doch maximal abschnallen und laufen, was sich aber bei Tiefschnee als extrem kräftezehrend entpuppt. Zurück auf der geräumten Forststraße ging es zügig weiter, mit kleineren Abstechern in tief verschneite Waldpassagen. Angekommen am Auto bleibt nur eines zu sagen: "Boah, war des geil". Keine Frage, so eine Tour kann man nur mit Bier und Schnappseln besiegeln, was wir dann auch im Ferienhotel Alber taten. Danach standen nur noch Duschen, Abendessen und das Bett auf dem Programm. Warum? Weil wir absolut fix und foxy waren.