Die Ammergauer Alpen aus der

​Alle Vögel sind schon da,alle Vögel alle. Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganz Vogelschar, alle Vögel alle. 
Leider müssen wir zu eurer Enttäuschung sagen, dass wir keinen Star gesehen haben, aber dafür Kolkraben, Weißrückenspecht und Sperlingskauz. Vielleicht habt ihr schon das Thema des heutigen Tages erkannt... es geht ums birden auf deutsch ähhh Vogelbeobachtung! Gesellschaft hatten wir dabei von dem lokalen Vogelexperten Markus Gerum, der uns nicht nur die besten Beobachtungsorte zeigte, sondern auch ganz viele Informationen mit auf den Weg gab. 
Los ging unsere Tour am Ettaler Weidmoos. Dort suchten wir nicht nur die Zwergschnepfen, sondern auch einen Biberbau. 

Was wie ein Haufen wahllos aufeinander gestapelter Äste aussieht, entpupt sich als BBB (BiBerBau).

Den restlichen Tag widmen wir unseren gefiederten Freunden. Ein Hobby, das uns drei verbindet.
Unsere Mission lautet "Steinadlersuche", wofür wir ins Graswangtal fahren. Über den umliegenden Gipfeln stehen die Chancen gut, diese Art zu beobachten. Zumindest in der Theorie und bei geeingeten Witterungsbedingungen. Was leider heute nicht der Fall ist, denn die Thermik lädt nicht zum Gleitflug ein. Ein geschultes Auge erkennt auf dem rechten Foto natürlich, dass es sich hierbei um KEINEN Steinadler handelt (leider), sondern um einen weiblichen Gimpel (auch hübsch). 

Sperlingskauz typisch auf einer Fichtenspitze

​Aber noch ist der Tag nicht vorüber. Nach einer kurzen Stärkung machen wir uns auf in Richtung Norden und versuchen erneut unser Glück. Doch dieses Mal im Wald auf den Spuren eines kleinen, grau-braunen, fluffigen und super knuffigen Dings. Der Name lautet: Sperlingskauz! 
Dieser Wicht wird lediglich 16- 17 cm lang und ist somit die kleinste Eule Europas. Er ist als eine der wenigen Eulenarten tagaktiv und somit perfekt für unsere Unternehmung. So einfach das jetzt klingen mag, so schwierig gestaltet es sich diesen kleinen Vogel in einem dichten Waldbestand zu finden! Durch die Mithilfe von Markus, dem wir hiermit auch herzlich für das Foto danken wollen, haben wir nicht nur den Kauz gesehen, sondern als Sahnehäbchen auch noch den seltenen Weißrückenspecht. Als uns zum Abschied noch zwei Waldkäuze zuruften, war der Tag perfekt. 

Ach, wie haben wir uns doch gefreut, als wir endlich den Sperlingskauz mit unsern Ferngläsern erblickten.

Was tun mit diesen großartigen Beobachtungen? Für die eigene Liste ist das ja schön und gut, aber der Allgemeinheit bringt das nicht viel. Dabei ist es unglaublich wichtig, dass gerade langfristig Daten zum Vorkommen aller Arten dokumentiert werden. Damit lassen sich Enwicklungen innerhalb eines Ökosystems nachvollziehen und jede*r kann dazu beitragen!
Eine Möglichkeit der Datenübermittelung ist ornitho.de, wo Beobachtungen nicht nur gesammelt, sondern auch ausgewertet werden. So sind auch die heute beobachtet Piepmätze in die Datenbank eingegangen. 

Unser treuer Begleiter! Vielen Dank, dass wir das e-Auto nutzen durften.